Die Geschichte des Langenberger Senders

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Die Geschichte des Langenberger Senders

Beitragvon Randalealpha » 16. Dez 2007 15:32

Eigentlich handelt es sich hier um zwei Sender der kleine von 1927 und sein großer Bruder von 1989 .

Bereits im Januar 1927 ging der erste große Rundfunksender auf dem 245 Meter hohen Hordtberg in Velbert-Langenberg auf Sendung. Das Kernstück der Sendeanlage waren damals zwei Gittertürme von 100 Metern Höhe und drei wassergekühlte und 20 Kilowatt starke Senderöhren. 1934 erhielt Langenberg eine neue Antenne in einem 160 Meter hohen Holzturm, um die Reichweite zu erhöhen. Zwar wurde der Mast 1935 durch einen Orkan zerstört, doch der Sendebetrieb wurde zügig erweitert. 1939 betrug die Leistung des Senders bereits 100 Kilowatt.

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Wenige Wochen vor dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Anlage gesprengt. Doch bereits im Herbst 1945 konnte man durch einen kleinen, mobilen Sender von 20 Kilowatt Leistung wieder Langenberg empfangen.1948 wurde der bis dahin von der Post betreute Sender dem neu gegründeten Nordwestdeutschen Rundfunk übergeben, der ihn bis 1950 zum UKW- und Fernsehsender für bald 11 Millionen Menschen ausbaute.
1989 bekam der Langenberger Sender einen 301 Meter hohen ?großen Bruder".


Am 20. November 2007 wurde um 1 Uhr der analoge Fernsehsender (Kanal 9, ARD) des Senders Langenberg abgeschaltet, der bis dahin weite Teile des Rheinlands und Ruhrgebiets mit dem analogen Programm der ARD versorgt hatte. Auf diesem Kanal wurde seit 1954 aus Langeberg Fernsehen gesendet, es handelte sich somit um einen der ältesten und am längsten durchgehend betriebenen Fernsehsender Europas.Er ist fast so hoch wie der Eifelturm in Paris.

Neben dem Betriebsgebäude der Sendeanlagen steht eine gewaltige Satellitenanlage mit einem Durchmesser von etwa neun Metern. Mit ihrer Hilfe werden die analogen Fernsehprogramme des WDR und von Phoenix zu den Astra-Satelliten gesendet und können dann in weiten Teilen Europas empfangen werden. Wegen der enormen Größe der Antenne kann der Satellit nur genau getroffen werden, indem die Anlage mit einem Motor automatisch etwa alle 20 Minuten nachgeführt wird.

Die beiden Sendemasten sind in Velbert und darüber hinaus weithin sichtbar

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Antenne ?Hordt? (301m)

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Antenne ?Rommel? (170 m)


Und hier mal beide nebeneinander

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